In den Zügen

BERLIN | |   Nachrichten

BERLIN (Eigener Bericht) - Bürgerinitiativen in mehr als zehn deutschen Städten rufen zu Protest- und Gedenkveranstaltungen in den Bahnhöfen der Bundesrepublik sowie auf dem Schienennetz der Deutschen Bahn AG auf. Damit solle an die drei Millionen Deportierten erinnert werden, die während der NS-Zeit mit der Deutschen Reichsbahn in Arbeits- und Vernichtungslager geschleust wurden, heißt es in einem Aufruf zum 27. Januar, dem Auschwitz-Gedenktag. Bundesweite Erinnerung und würdige Proteste seien dringend notwendig, da sich der Bahnvorsitzende Mehdorn noch immer weigere, über die Opfer seines Vorgängerunternehmens "vorbehaltlos" zu informieren. Stattdessen solle eine Ausstellung im Nürnberger Bahn-Museum als "Grundlage" des öffentlichen Gedenkens genügen. Dieses Diktat sei "beschämend", urteilen die Bürgerinitiativen. "In dem Bahnmuseum wird das Schicksal der Deportierten in einer Ausstellungsecke von 18 Quadratmetern abgehandelt (...). 18 Quadratmeter: weniger Fläche als in einem einzigen Deportationswaggon." Eine beliebige "Ergänzung" dieser völlig unangemessenen "Ausstellung" unter alleiniger Kontrolle des Unternehmensvorstands sei völlig unakzeptabel. Wenn sich Mehdorn "nicht vorbehaltlos der Vergangenheit stellt und die europaweite Beihilfe zum Massenmord weiter als lästige Verschlusssache behandelt, wird der internationale Druck noch größer werden", kündigt der Aufruf an. Ausdrücklich wird zu Protesten "in den Zügen der Deutschen Bahn AG" aufgerufen. german-foreign-policy.com bringt Auszüge.

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